Alleinerziehend und erschöpft: Wie du wieder Kraft findest - Coaching Alleinerziehende Wien
- Eva Irza

- vor 9 Stunden
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von Eva Irza | Lebensberaterin & Life Coach Wien
Du stehst morgens auf - und bist schon müde. Nicht weil du schlecht geschlafen haettest, sondern weil du weisst: Es wartet wieder alles auf dich. Die Kinder, der Job, der Haushalt, die Termine, die Formulare, die Entscheidungen.
Alles. Alleine.
Vielleicht lächelst du dabei. Vielleicht sagst du dir: Ich schaffe das. Ich bin stark. Ich muss stark sein.
Aber irgendwo tief drinnen weisst du, dass du schon lange nicht mehr wirklich bei dir warst. Dass du funktionierst - aber nicht lebst.
Dieser Artikel ist für dich. Nicht mit Ratschlägen, die du schon kennst. Sondern mit dem, was ich in meiner Arbeit mit alleinerziehenden Frauen immer wieder erlebe - und was wirklich hilft.
Was Erschöpfung bei Alleinerziehenden besonders macht
Erschöpfung kennen viele. Aber die Erschöpfung von Alleinerziehenden hat eine eigene Qualität - weil sie so wenig Raum für Erholung lässt.
Als Alleinerziehende gibt es keine Vertretung. Kein Wochenende, das wirklich frei ist. Kein Abend, an dem jemand anderes die Verantwortung trägt. Du bist immer on - auch wenn du gerade nicht mehr kannst.
Dazu kommt oft ein unsichtbarer Druck: Du willst deinen Kindern gegenüber keine Schwäche zeigen. Du willst im Job funktionieren. Du willst nach aussen stark wirken. Und gleichzeitig trägst du innerlich alles alleine.
Das zermürbt. Leise, schleichend, tief.
5 Zeichen, dass deine Erschöpfung tiefer geht
1. Du hast aufgehört, dir etwas zu wünschen
Irgendwann hört man auf zu fragen: Was möchte ich eigentlich? Was tut mir gut? Die eigenen Bedürfnisse verschwinden hinter denen der Kinder, des Jobs, des Alltags. Wenn du dich nicht mehr erinnerst, was dir Freude macht - das ist ein Zeichen.
2. Kleinigkeiten bringen dich zum Weinen - oder du fühlst gar nichts mehr
Ein voller Geschirrspüler. Ein Kind, das quengelt. Eine E-Mail, die wartet. Und du bist plötzlich am Limit. Oder das Gegenteil: Du fühlst dich taub, gleichgültig, wie betäubt. Beides sind Signale eines überlasteten Nervensystems.
3. Du schläfst schlecht - obwohl du so müde bist
Dein Körper ist erschöpft, aber dein Kopf hört nicht auf. Gedanken kreisen: Habe ich das erledigt? Was ist morgen? Reicht das Geld? Schlafprobleme bei Alleinerziehenden haben oft weniger mit dem Schlafen zu tun als mit dem Nicht-loslassen-Können.
4. Du hast keine Geduld mehr - und schämst dich dafür
Du reagierst schneller als du möchtest. Du schreist vielleicht. Oder du ziehst dich in dich zurück. Und dann kommt die Scham: Ich bin keine gute Mutter. Dabei ist fehlende Geduld kein Charakterfehler - sie ist ein Symptom von Erschöpfung.
5. Du wünschst dir manchmal einfach - unsichtbar zu sein
Nicht im dramatischen Sinn. Sondern einfach: kurz nicht da sein müssen. Keine Ansprechperson sein. Keine Verantwortung tragen. Einfach durchatmen. Dieser Wunsch ist vollkommen menschlich - und ein deutliches Zeichen, dass du dringend Entlastung brauchst.
Was wirklich hilft - und was nicht
Wenn man erschöpft ist, bekommt man viele gut gemeinte Ratschläge: Mehr schlafen. Sport machen. Meditation. Dankbarkeitstagebuch.
Das sind keine schlechten Ideen. Aber sie greifen zu kurz, wenn die eigentliche Ursache nicht angeschaut wird.
Was wirklich hilft, ist ehrlich hinzuschauen: Woher kommt diese Erschöpfung? Was trägst du mit, das du nicht alleine tragen müsstest? Wo hast du gelernt, dass du stark sein musst - koste es was es wolle?
Das sind keine einfachen Fragen. Aber sie sind die richtigen.
3 konkrete erste Schritte für heute
1. Erlaube dir, nicht perfekt zu sein
Der Haushalt muss nicht makellos sein. Das Mittagessen muss nicht selbst gekocht sein. Du darfst Abkürzungen nehmen. Perfektionismus kostet Energie, die du gerade nicht hast - und die deine Kinder nicht brauchen. Sie brauchen eine Mama, die da ist. Nicht eine Mama, die sich selbst aufreibt.
2. Hol dir eine Aufgabe zurueck
Nicht für die Kinder. Nicht für den Job. Für dich. Eine Sache pro Woche, die dir gehört: ein langer Spaziergang, ein Buch, ein Bad ohne Unterbrechung. Das ist kein Luxus. Es ist Überlebensnotwendigkeit.
3. Sprich mit jemandem
Nicht um Lösungen zu finden - sondern um gehört zu werden. Eine Freundin, eine Schwester, eine Beraterin. Das Aussprechen dessen, was du trägst, nimmt es leichter. Du musst nicht alles alleine tragen.
Coaching für Alleinerziehende Wien - du bist nicht allein
Ich bin selbst alleinerziehende Mama zweier Töchter. Ich weiss, wie sich dieser Alltag anfühlt - die Erschöpfung, die Schuldgefühle, das Gefühl, nie genug zu sein.
Und ich weiss, dass Veränderung möglich ist. Nicht weil man noch mehr leistet, noch stärker wird, noch mehr funktioniert. Sondern weil man anfängt, sich selbst wieder wichtig zu nehmen.
In meiner Beratung für Alleinerziehende in Wien begleite ich dich dabei, wieder Kraft zu schöpfen, Grenzen zu setzen und deinen Alltag so zu gestalten, dass er sich nicht mehr wie ein Überleben anfühlt - sondern wie ein Leben.
Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Online österreichweit oder vor Ort in Groß-Enzersdorf bei Wien.
Jetzt Termin buchen: https://www.evairza.com/book-online
Über die Autorin
Eva Irza ist diplomierte Lebens- und Sozialberaterin, zertifizierter Life Coach und selbst alleinerziehende Mama in Wien & Groß-Enzersdorf. Sie begleitet Frauen und Alleinerziehende in Erschöpfung, Beziehungsthemen und persönlicher Neuorientierung - traumasensibel, diskret und lösungsorientiert. Online österreichweit oder vor Ort bei Wien.

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