Geben, ohne dich selbst zu verlieren: Echte Großzügigkeit statt Selbstaufopferung - Lebensberatung Wien
- Eva Irza

- vor 6 Tagen
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von Eva Irza | Lebensberaterin & Life Coach Wien

„Ich bin doch ständig für alle da – und trotzdem fühlt es sich an, als käme nie etwas zurück.“ Diesen Satz höre ich in der Beratung oft, gerade von Frauen und Alleinerziehenden. Sie geben viel: Zeit, Fürsorge, Aufmerksamkeit, Energie. Und bleiben dabei erschöpft, unzufrieden – manchmal sogar mit dem Gefühl von Mangel auf allen Ebenen.
Wie passt das zusammen? Wenn Geben angeblich verbindet und nährt – warum fühlt es sich dann so leer an?
Dieser Artikel erläutert die Bedeutung von echtem Geben, die tieferen Ursachen bei Ungleichgewicht und was dir für dein nächstes echte Geben helfen kann.
Nicht jedes Geben ist wirklich Geben
Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Menge, sondern in der Richtung. Es gibt ein Geben, das in Wahrheit um uns selbst kreist – auch wenn es nach außen selbstlos aussieht:
– Geben fürs Selbstbild: Ich helfe, weil ich mich als großzügiger, guter Mensch fühlen möchte – oder weil ich Angst habe, sonst nicht mehr gebraucht oder gemocht zu werden.
– Geben aus Projektion: Ich sehe im anderen meine eigene alte Not – und versorge eigentlich das Kind in mir, nicht den Menschen vor mir.
– Geben als Pflicht: Ich gebe, weil ich gelernt habe, dass mein Wert an meiner Leistung für andere hängt.
All diese Formen kosten enorm viel Kraft – und erreichen den anderen oft gar nicht wirklich. Denn sie beantworten nicht die Frage: Was braucht dieser Mensch tatsächlich?
Echtes Geben beginnt mit Hinschauen
Geben ohne Selbsaufopferung heißt: Ich schaue hin, was der andere wirklich braucht – auch wenn es etwas anderes ist, als ich geben möchte. Echtes Geben ist die Haltung des Blicks nach außen - auf mein Gegenüber. Vielleicht braucht mein Kind gerade nicht noch mehr Fürsorge, sondern Zutrauen. Vielleicht braucht eine Freundin keinen Rat, sondern nur ein ehrliches Zuhören. Vielleicht braucht jemand sogar genau das, was mich selbst triggert: mehr Eigenständigkeit, mehr Abstand, mehr Freiheit.
Echtes Geben orientiert sich am anderen – nicht an meinem Bedürfnis, gebraucht zu werden.
Weder Dauer-Ich noch Dauer-Du
Manche Menschen kreisen ständig um sich selbst: Was bekomme ich? Was fehlt mir? Andere kreisen ständig um die anderen: Was brauchst du? Was kann ich für dich tun? Beides ist auf Dauer ungesund – und interessanterweise ist beides derselbe Mechanismus, nur mit umgekehrten Vorzeichen. In beiden Fällen fehlt der freie Fluss zwischen mir und dir.
Die gesunde Mitte bedeutet: Ich gehöre selbst zum Ganzen dazu. Meine Kraft, meine Grenzen und meine Bedürfnisse zählen genauso. Wer sich zu Tode kümmert, hilft am Ende niemandem – auch das ist eine Form von Ungleichgewicht.
Drei Fragen für dein nächstes Geben ohne Selbstaufopferung
– Was braucht dieser Mensch gerade wirklich – habe ich hingeschaut oder vermute ich nur?
– Gebe ich freiwillig und aus Fülle – oder aus Angst, Schuld oder Gewohnheit?
– Bleibe ich dabei mit mir selbst in Kontakt – oder verliere ich mich?
Lebensberatung Wien – ein sicherer Raum für deine Klarheit und deine Veränderung
Wenn du merkst, dass dein Geben dich erschöpft statt nährt, lohnt sich ein Blick auf die Muster dahinter. Gerne begleite ich dich dabei – Online-Beratung oder in meiner Praxis in Groß-Enzersdorf bei Wien. Vereinbare dir gerne ein kostenloses Erstgespräch: https://www.evairza.com/book-online Ich freue mich auf dich.
Über die Autorin
Eva Irza ist diplomierte Lebens- und Sozialberaterin und zertifizierter Life Coach in Wien & Groß-Enzersdorf. Sie begleitet Frauen, Alleinerziehende und Menschen in Erschöpfung, Lebensthemen, Beziehungsthemen und persönlicher Neuorientierung – traumasensibel, diskret und lösungsorientiert. Online (via Zoom) oder vor Ort bei Wien in Groß-Enzersdorf.



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