Geldsorgen, die nicht verschwinden: Warum finanzieller Mangel oft in der Kindheit beginnt - Lebensberatung Wien
- Eva Irza

- 14. Juli
- 3 Min. Lesezeit
von Eva Irza | Lebensberaterin & Life Coach Wien

Vielleicht kennst du das: Du rechnest, du sparst, du arbeitest – und trotzdem bleibt am Ende des Monats dieses vertraute Gefühl von „es reicht nicht“. Und selbst in Phasen, in denen objektiv genug da ist, sitzt innerlich eine leise Anspannung, als könnte es jeden Moment wieder knapp werden.
Was, wenn dieses Gefühl, die deine nicht verschwindenden Geldsorgen auslösen, gar nicht in erster Linie etwas mit deinem Kontostand zu tun hat – sondern mit einer sehr alten Erfahrung?
Dieser Artikel erklärt dir, was rudimentär hinter Geldsorgen steckt, wo es begonnen hat – und was dir helfen kann, den nächsten Schritt zu wagen.
Mangel ist zuerst ein Gefühl – und erst dann eine Zahl
Als Kinder sind wir vollständig abhängig von dem, was da ist. Wenn in der Familie Mangel herrschte – ob an Geld, an Zeit, an Zuwendung oder an Sicherheit –, dann waren wir dem ausgeliefert. Wir konnten nichts tun, nichts verändern, nur aushalten.
Solche frühen Erfahrungen hinterlassen Spuren. Aus „damals war zu wenig da“ wird unbemerkt ein innerer Grundsatz: „Es ist nie genug. Für mich reicht es nicht. Ich muss festhalten, was ich habe.“ In der Traumaforschung spricht man hier von den Auswirkungen von Entwicklungstrauma – frühen Prägungen, die bis heute mitbestimmen, wie wir Geld, Sicherheit und Beziehungen erleben.
Das Tückische:
Diese Glaubenssätze sind uns meist nicht bewusst.
Wir halten sie nicht für eine Prägung, sondern für die Wahrheit über die Welt.
Wie sich innere Mangelmuster im Außen zeigen - Geldsorgen, die nicht verschwinden
Wer tief innen von Mangel überzeugt ist, verhält sich – ganz logisch – entsprechend: vorsichtig, zurückhaltend, festhaltend. Wir trauen uns nicht, angemessene Preise zu verlangen. Wir geben ungern ab, aus Angst, selbst zu kurz zu kommen. Wir bleiben in Jobs, die uns klein halten, weil sie wenigstens sicher wirken.
So entsteht ein Kreislauf: Die innere Überzeugung formt unser Verhalten, das Verhalten formt unsere Realität – und die Realität scheint die Überzeugung zu bestätigen. Von außen sieht es aus wie Pech oder wie „die Umstände“. Von innen betrachtet ist es oft eine Wiederholung.
Der überraschende Hebel: Geben statt Festhalten
Ein spannender Gedanke aus der traumasensiblen Arbeit lautet: Wo sich im Außen hartnäckig Mangel zeigt, lohnt es sich zu fragen, wo ich innerlich zurückhalte. Nicht als Vorwurf – sondern als Einladung, das Muster einmal bewusst zu unterbrechen.
Das kann ganz klein beginnen: jemandem wirklich Zeit schenken. Etwas teilen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Einer Kollegin ehrlich weiterhelfen. Es geht dabei nicht darum, dich finanziell zu übernehmen oder dich zu verausgaben – sondern darum, deinem Nervensystem eine neue Erfahrung anzubieten: „Ich habe etwas zu geben. Es ist genug da.“
Genau diese Erfahrung widerspricht der alten Prägung. Und mit jeder Wiederholung wird die innere Überzeugung von Mangel ein Stück weniger selbstverständlich.
Was das für dich bedeuten kann
– Beobachte ohne Bewertung: In welchen Situationen taucht dein Mangelgefühl auf – und wie alt fühlt es sich an?
– Unterscheide: Was ist eine reale finanzielle Herausforderung, die konkrete Schritte braucht – und was ist ein altes Gefühl, das sich an die Gegenwart heftet?
– Experimentiere im Kleinen mit Geben: Zeit, Aufmerksamkeit, Unterstützung. Beobachte, was das mit deinem inneren Erleben macht.
– Hol dir Begleitung, wenn das Thema tief sitzt: Alte Mangelmuster lösen sich selten allein durch Willenskraft.
Lebensberatung Wien – ein Raum für deine Klarheit
In meiner Beratung begleite ich Menschen, die in immer wiederkehrenden Mustern und Situationen feststecken – Menschen, die wissen, dass etwas nicht stimmt, aber nicht wissen, wie sie es herausfinden sollen. Ohne Druck, ohne Urteile, ohne vorschnelle Ratschläge.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Verhältnis zu Geld und Sicherheit von alten Mustern geprägt ist, begleite ich dich gerne dabei, diesen Wurzeln auf den Grund zu gehen – online österreichweit oder in meiner Praxis in Groß-Enzersdorf. Vereinbare dir gerne ein kostenloses Erstgespräch: https://www.evairza.com/book-online
Über die Autorin
Eva Irza ist diplomierte Lebens- und Sozialberaterin und zertifizierter Life Coach in Wien & Groß-Enzersdorf. Sie begleitet Frauen, Alleinerziehende und Menschen in Erschöpfung, Beziehungsthemen und persönlicher Neuorientierung – traumasensibel, diskret und lösungsorientiert. Online österreichweit oder vor Ort bei Wien in Groß-Enzersdorf.



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